Der beruf des Bestatters gehört zu den wenigen tätigkeitsbereichen, über die selten offen gesprochen wird, dabei verdienen bestattungsfachkräfte in deutschland ein solides einkommen. Dieser Artikel zeigt dir alle relevanten Zahlen, faktoren und Perspektiven rund um das bestatter gehalt.

Kurzübersicht: Durchschnittliches Bestatter Gehalt in Deutschland
Wie viel geld verdient jemand im bestattungswesen tatsächlich? Das Durchschnittsgehalt eines Bestatters beträgt 3.385 Euro brutto monatlich. Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt eines Bestatters in Deutschland liegt dabei zwischen 30.000 € und 38.700 €, je nach qualifikation, region und arbeitgeber.
Hochgerechnet ergibt ein monatsgehalt von 3.385 € bei zwölf Gehältern ein Jahresbrutto von rund 40.620 €. Der typische Stundenlohn bewegt sich im schnitt um 21, 23 € brutto, was deutlich über dem gesetzlichen mindestlohn von 13,90 € (Stand 2026) liegt.
Wichtig ist der unterschied zwischen „Bestatter“ als allgemeiner Berufsbezeichnung und der „Bestattungsfachkraft“ mit staatlich anerkannter ausbildung. Wer den formalen abschluss mitbringt, verdient in der regel spürbar mehr als ungelernte Kräfte, ein teil des Gehaltsunterschieds lässt sich allein auf diese Qualifikation zurückführen.
Gehalt als Bestattungsfachkraft nach Qualifikation und Berufsphase
Ausbildung, abschluss und berufserfahrung entscheiden maßgeblich darüber, was eine bestattungsfachkraft am Ende des Monats verdient. Die wichtigsten Einflussfaktoren auf das gehalt sind Berufserfahrung, Qualifikation und Region.
Die ausbildung zur bestattungsfachkraft dauert in der Regel drei Jahre, ist dual aufgebaut und seit 2003 staatlich anerkannt. Sie schließt mit einer Prüfung vor der Handwerkskammer ab. Die meisten Betriebe stellen Azubis mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Nach diesem Weg liegt das einstiegsgehalt für Bestattungsfachkräfte bei etwa 2.600 Euro brutto. Je nach bestattungsunternehmen und ort bewegt sich das Einstiegsgehalt eines Bestatters meist bei 2.400 bis 2.900 Euro brutto monatlich.
Ungelernte Kräfte ohne formalen abschluss verdienen dagegen oft nur 2.000, 2.200 € brutto, das entspricht im vergleich rund 15, 25 % weniger als bei ausgebildeten Fachkräften. Wer als fachkraft mit abgeschlossener ausbildung startet, hat also von Beginn an einen spürbaren Vorteil.
Erfahrene Bestatter verdienen oft zwischen 3.100 und über 3.500 Euro brutto monatlich, wobei die höhe stark vom arbeitgeber und der verantwortung abhängt. Zusätzliche Qualifikationen steigern das Einkommen von Bestattern erheblich: Ein Meisterabschluss kann das Gehalt eines Bestatters auf über 4.100 Euro monatlich steigern. Bestattermeister können sogar bis zu 4.500 Euro monatlich verdienen, wenn Führungsaufgaben wie Filialleitung, Disposition oder Personalverantwortung übernommen werden, häufig ergänzt durch Bonusregelungen.
Für alles, was die berufliche planung betrifft, gilt: Die komplette ausbildung zur bestattungsfachkraft zahlt sich finanziell langfristig aus, da sie höheres Grundgehalt und bessere Aufstiegschancen sichert.
Verdienst in der Ausbildung: Gehalt während der Ausbildung zur Bestattungsfachkraft
Für Schulabgänger, die bestatterin oder bestatter werden möchten, lohnt ein genauer Blick auf die ausbildungsvergütung, sie ist einer der ersten Berührungspunkte mit dem thema geld im bestattungswesen.
Die ausbildung ist dual aufgebaut mit praktischen und theoretischen Inhalten. Typische Vergütungen nach Lehrjahr (Stand 2026):
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Ausbildungsjahr |
Privater Ausbildungsbetrieb |
Öffentlicher Dienst |
|---|---|---|
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1. Jahr |
ca. 750 € |
ca. 1.368 € |
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2. Jahr |
ca. 905 € |
ca. 1.418 € |
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3. Jahr |
ca. 1.021 € |
ca. 1.464 € |
Im ersten Ausbildungsjahr beträgt die gesetzliche Mindestvergütung mindestens 649 Euro brutto. Viele bestattungsunternehmen liegen darüber, aber nicht alle, gerade kleine Betriebe zahlen teilweise nur die Untergrenze.
Die Steigerung über die drei Jahre beträgt typischerweise 10, 15 % pro Lehrjahr. Beispiel: Von 750 € auf 905 € im zweiten Jahr sind rund 21 % mehr im Portemonnaie. Wer in einem tarifgebundenen ausbildungsbetrieb lernt, etwa bei kommunalen Friedhofsverwaltungen oder bäderbetriebe-nahen öffentlichen Trägern, profitiert von deutlich höheren Sätzen.
Achte in stellenangebote auf Zusatzleistungen wie Fahrtkostenzuschuss, Arbeitskleidung oder vermögenswirksame Leistungen, sie erhöhen den Gesamtwert der ausbildung spürbar.
Regionale Unterschiede: Bestatter Gehalt nach Bundesland und Stadt (inkl. Frankfurt am Main)
Das bestatter gehalt variiert regional deutlich. Lebenshaltungskosten, Tarifbindung und die Konkurrenzsituation im lokalen gewerbe bestimmen die höhe des lohn maßgeblich.
In den alten Bundesländern liegt das Gehalt bei durchschnittlich 3.378 Euro brutto. In Süddeutschland sind die Gehälter für Bestatter in der Regel höher als im Osten Deutschlands. In bayern und baden württemberg sind die Gehälter für Bestatter am höchsten, teils 10, 18 % über Regionen wie mecklenburg vorpommern, Sachsen-Anhalt (z. B. magdeburg) oder bremen. In berlin bewegen sich die Werte im Mittelfeld.
Großstädte wie frankfurt am main, München oder Hamburg zahlen oft 5, 20 % über dem Bundesdurchschnitt. Allerdings sind Mieten und alltag dort auch teurer, die Kaufkraft relativiert den Vorteil. Bestattungsfachkräfte im öffentlichen Dienst verdienen 3.245 bis 3.750 Euro, kommunale Arbeitgeber bei krematorien, Friedhofsverwaltungen oder im bestattungsinstitut zahlen nach Tarif (z. B. TVöD) und bieten planbare Gehälter.
Nutze bei der Jobsuche als bestattungsfachkraft regionale Gehaltsrechner wie den Entgeltatlas der bundesagentur für arbeit, um die Spannbreiten am jeweiligen ort einzuschätzen. Viele arbeitgeber geben auf ihrer website bereits Gehaltsspannen an.

Welche Faktoren beeinflussen das Bestatter Gehalt konkret?
Neben region und ausbildung spielen weitere faktoren eine zentrale Rolle für den lohn von Bestattern und bestattungsfachkräften.
Betriebsgröße: Kleine familiengeführte Unternehmen zahlen ungelernten Kräften oft nahe mindestlohn. Große Ketten oder kommunale dienstleister können bis zu 20, 25 % mehr bieten.
Arbeitszeitmodelle und Zuschläge: Einsätze an Wochenenden, Feiertagen und nachts gehören zum alltag. Steuerbegünstigte Zuschläge und Überstundenregelungen erhöhen den effektiven Monatsverdienst spürbar. Auch Rufbereitschaften werden in der regel zusätzlich vergütet.
Verantwortung und tätigkeiten: Die aufgaben im bestattungswesen sind vielfältig. Bestatter überführen Verstorbene ins Bestattungsinstitut und kümmern sich um die Reinigung und Bekleidung der verstorbenen. Bestatter erledigen behördliche formalitäten und beraten angehörigen sowie hinterbliebenen in schwierigen momenten, von der organisation der beerdigung bis zur Auswahl der musik für trauerfeiern. Wer mehr verantwortung übernimmt, verdient mehr.
Spezialisierungen: Thanatopraktiker, Trauerredner oder Fachleute für Vorsorgeberatung erzielen durch weiterbildung zusätzliche Honorare. Selbst der umgang mit besonderen Fällen, etwa der versorgung eines baby oder der Begleitung von menschen mit speziellen kulturellen bedürfnissen, kann sich finanziell auswirken.
Berufserfahrung: Vom Einstieg bis zur erfahrenen fachkraft steigt das gehalt um grob ein Drittel. Wer im Gehaltsgespräch auf den eigenen abschluss, weiterbildung und zusätzliche Sprachen verweist, kann dein einkommen realistisch nach oben verhandeln.
Perspektiven, Karriere und Gehaltsentwicklung im Bestattungswesen
Der Weg im bestattungswesen führt vom Azubi über die übernahme als bestattungsfachkraft bis hin zu Leitungspositionen oder Selbstständigkeit, jeder Schritt spiegelt sich im gehalt wider.
Typische Karrierewege: Start in einem der anspruchsvollsten ausbildungsberufe, dann arbeit als fachkraft, später Spezialisierung auf Trauerbegleitung, planung oder Verwaltung. Bestatter organisieren trauerfeiern und bestattungen, ein job, der kunden in Ausnahmesituationen begleitet. Formale Wege wie geprüfter Bestatter (HwO), Bestattermeister oder Bestattungsfachwirt steigern das gehalt konkret. Auch ein ergänzendes Studium im Dienstleistungsmanagement öffnet Türen.
Wer ein eigenes bestattungshaus gründet, hat kein fixes gehalt, hier zählt der Unternehmensgewinn, der je nach ort, Konkurrenz und Größe stark schwankt. Die bestattungsbranche gilt als krisenfest, da die Nachfrage langfristig stabil ist, das gibt sowohl Angestellten als auch Selbstständigen Sicherheit.
Neben dem geld bietet der beruf Sinnhaftigkeit: die Nähe zu menschen in Ausnahmesituationen und die hohe Verantwortung machen ihn zu mehr als einem reinen job. Wer fragen zur Berufswahl hat, sollte den median der Gehälter in der jeweiligen region prüfen.
Fazit: Das bestatter gehalt liegt im schnitt bei 3.385 € brutto monatlich, mit Aufstiegsmöglichkeiten bis über 4.500 €. Berufserfahrung, Qualifikation und bundesland sind die entscheidenden Stellschrauben. Wer eine ausbildung zur bestattungsfachkraft plant, etwa in Städten wie frankfurt am main oder in baden württemberg, investiert in einen krisenfesten beruf mit planbarem einkommen und echten Karrierechancen.