ABBA Vermögen: Wie reich sind Björn Ulvaeus, Agnetha Fältskog, Anni-Frid Lyngstad und Benny Andersson wirklich?

ABBA Vermögen: Wie reich sind Björn Ulvaeus, Agnetha Fältskog, Anni-Frid Lyngstad und Benny Andersson wirklich?

Einleitung: Money, Money, Money, aber spielt das Vermögen von ABBA wirklich die Hauptrolle?

Wer an die schwedische Kultband denkt, denkt an Glitzer, Plattform-Schuhe und Ohrwürmer, die seit einem halben Jahrhundert nicht mehr verschwinden. Doch hinter der Musik steht ein Imperium, das seinesgleichen sucht. Das geschätzte Gesamtvermögen von ABBA liegt bei etwa 900 Millionen Euro, manche Quellen sehen die Gruppe sogar jenseits der Milliarden-Marke in US-Dollar. Rechnerisch ergibt das rund 225 Millionen Euro pro Mitglied, wobei die tatsächliche Verteilung erheblich variiert.

Was diese Zahl besonders bemerkenswert macht: ABBA trennte sich offiziell im Jahr 1982, hat aber nie offiziell aufgelöst, sondern pausierte bis 2021. In dieser langen Pause wuchs das Vermögen der Bandmitglieder trotzdem weiter, getrieben durch Tantiemen, das Musical Mamma Mia!, dessen Verfilmung und schließlich das Comeback-Projekt ABBA Voyage in London. Das Album „Voyage“ hat das Vermögen von ABBA erneut gesteigert und die Band einer völlig neuen Generation vorgestellt.

Doch für björn ulvaeus und die anderen Mitglieder war Geld nie der alleinige Antrieb. In Interviews betonte Ulvaeus wiederholt, dass finanzieller Reichtum für ihn ein Mittel für kreative Freiheit darstellt, nicht ein Lebensziel. Diese Haltung erklärt, warum ABBA ein Milliarden-Angebot für eine Reunion-Tour ablehnte und stattdessen jahrelang auf den richtigen kreativen Moment wartete. Dieser Artikel beleuchtet strukturiert alle Einnahmequellen, die Einzelvermögen der vier Musiker und die Rolle von Comeback, Musicals und Technologie bei der Vermehrung des ABBA-Vermögens.

Die bunte Konzertbühne ist mit warmen Scheinwerfern beleuchtet, während die Silhouetten von Musikern im Gegenlicht sichtbar sind. Diese lebendige Szene erinnert an die Energie und den Reichtum der Musik von ABBA, einer Kultband, die Generationen begeistert hat.

ABBA im Vermögens-Check: Von „Waterloo“ bis „ABBA Voyage“

Die Band ABBA besteht aus vier schwedischen Musikern mit klar verteilten Rollen: björn ulvaeus (Songwriter, Gitarre, Gesang) und benny andersson (Komposition, Keyboard, Gesang) bilden das kreative Rückgrat als Hauptsongwriter und Textautoren. agnetha fältskog und anni frid lyngstad, besser bekannt als Frida, sind die Stimmen, die Songs wie „Dancing Queen“, „The Winner Takes It All“ und „Fernando“ unverwechselbar machten.

Der finanzielle Startschuss fiel 1974, als der Song „Waterloo“ den Eurovision Song Contest gewann. Dieser Sieg beim Grand Prix Eurovision de la Chanson katapultierte die vier von einer regional bekannten schwedischen Gruppe zu internationalen Stars. Was folgte, war eine der bemerkenswertesten Karrieren der Popgeschichte: Die Band verkaufte über 375 Millionen Platten während ihrer aktiven Phase, manche Schätzungen gehen inzwischen von über 400 Millionen Tonträgern weltweit aus.

Diese Verkaufszahlen sind die Basis des Vermögens, aber längst nicht die ganze Geschichte. Tantiemen aus Klassikern wie Money Money Money, „Mamma Mia“, Dancing Queen und „The Winner Takes It All“ bringen bis heute jährlich Millionen ein, über Radio-Airplay, Streaming-Dienste und Lizenzverträge. Allein Dancing Queen erreichte 2026 über zwei Milliarden Streams auf Spotify. Diese Einnahmen fließen permanent, unabhängig davon, ob die Gruppe aktiv Musik macht oder nicht.

Von Grand-Prix-Siegern zu globalen Pop-Ikonen

Die Geschichte beginnt lange vor dem ESC-Triumph. Bereits Mitte der 1960er Jahre kreuzten sich die Wege der vier Musiker in Schweden. Björn Ulvaeus spielte bei den Hootenanny Singers, Benny Andersson war Teil der Hep Stars, beide bereits erfolgreiche Acts in ihrer Heimat. Agnetha Fältskog und anni frid lyngstad verfolgten jeweils Solokarrieren, bevor sich die vier zusammenfanden und 1972 offiziell als Gruppe formierten.

Die ersten Gehversuche brachten solide Erfolge: People Need Love erschien 1972, Ring Ring folgte 1973, ein Song, der bei der schwedischen ESC-Vorentscheidung knapp scheiterte, in Schweden aber trotzdem zum Hit wurde. Diese frühen Songs legten das Fundament, doch der eigentliche Durchbruch kam mit dem Sieg beim Eurovision Song Contest 1974 in Brighton. „Waterloo“ wurde ein internationaler Nummer-eins-Hit und öffnete Türen in Märkte, die skandinavischen Acts zuvor verschlossen blieben.

Ab Mitte der 1970er rollte eine Erfolgswelle, die in der Popgeschichte ihresgleichen sucht. Songs wie „Fernando“, „Mamma Mia“ und „Knowing Me, Knowing You“ dominierten die Charts weltweit. ABBA hatte zwischen 1976 und 1977 vier Nummer-1-Hits in Deutschland. Tourneen durch Europa, Australien und Nordamerika, Fernsehspecials auf der ganzen Welt und erste lukrative Lizenzdeals verwandelten die vier Musiker in eine kommerzielle Großmacht.

Die Siebziger als Geldmaschine: Platten, Tourneen und Merchandising

Die Jahre 1974 bis 1980 waren das wirtschaftlich prägendste Jahrzehnt für ABBA. In dieser Phase entstanden nicht nur die größten Hits, sondern auch die größten Einnahmen aus dem Kerngeschäft: Plattenverkäufe, Live-Auftritte und Fanartikel.

Weltweite Tourneen füllten Stadien und Arenen, Fernsehspecials erreichten Millionenpublikum, und der Merchandising-Markt rund um die Band boomte. Inflationsbereinigt betrugen die Nettoeinnahmen der Gruppe im Jahr 1979 etwa 68 Millionen US-Dollar, eine Summe, die selbst nach heutigen Maßstäben beeindruckend ist. Diese Zahl verdeutlicht, dass ABBA in ihrer Hochphase zu den umsatzstärksten Musikacts der Welt gehörten.

Die Kombination aus Albumverkäufen (mit Klassikern wie „Arrival“ und „Super Trouper“), ausverkauften Konzerten und einer aggressiven Vermarktungsstrategie schuf ein finanzielles Polster, das weit über das Ende der aktiven Phase hinaus wirkte. Selbst nach der Trennung der Band im Jahr 1982 flossen die Einnahmen aus dieser Ära weiter, und tun es bis heute.

Die schwedische Flagge weht majestätisch vor einer malerischen Sommerlandschaft mit Schären und einem strahlend blauen Himmel. Diese Szenerie spiegelt die Schönheit Schwedens wider, das Heimatland der legendären Band ABBA, bekannt für ihre unvergesslichen Hits und ihren Einfluss auf die Musikgeschichte.

ABBA: Auf dem Weg zur Milliarde, das Gesamtvermögen der Band

Die zentrale Frage lautet: Wie reich ist ABBA tatsächlich? Die Schätzung des Gesamtvermögens liegt bei rund 900 Millionen Euro, einige US-amerikanische Quellen beziffern den kombinierten Wert sogar auf über 1,1 Milliarden US-Dollar. Solche Zahlen basieren auf Medienberichten, geschätzten Unternehmensbeteiligungen, Immobilienwerten und Katalogrechten. Offizielle Bilanzen der einzelnen Mitglieder sind nicht öffentlich zugänglich, weshalb alle Angaben mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind.

Oft wird von etwa 225 Millionen Euro pro Kopf ausgegangen, doch die tatsächliche Verteilung variiert deutlich. Björn Ulvaeus und Benny Andersson profitieren zusätzlich von Songwriting- und Verlagsrechten, was ihren Anteil überproportional erhöht. Frida Lyngstads Vermögen wurde durch eine bedeutende Erbschaft aufgestockt, während Agnetha Fältskog ein vergleichsweise zurückgezogenes finanzielles Profil pflegt. Jedes Mitglied hat ein Vermögen von etwa 200 bis 300 Millionen Euro, je nach Quelle und Berechnungsmethode.

Die wichtigsten Vermögensquellen im Überblick:

Einnahmequelle

Bedeutung

Plattenverkäufe (400+ Mio. Tonträger)

Historische Basis des Vermögens

Tantiemen & Katalogrechte

Laufende Jahreseinnahmen in Millionenhöhe

Musical „Mamma Mia!“

Globales Franchise seit 1999

Kinofilme (2008, 2018)

Zusammen ca. 1 Mrd. USD Box-Office

ABBA Voyage (London)

Über £100 Mio. Jahresumsatz

ABBA-Museum Stockholm

Tourismus und Markenimage

Investments & Immobilien

Individuelle Portfolios der Mitglieder

Das Vermögen der ABBA-Mitglieder stieg nach der Bandtrennung weiter an, ein Phänomen, das in der Musikgeschichte selten vorkommt.

Wiederkehrende Einnahmequellen: Tantiemen und Katalogrechte

Musikrechte und Tantiemen sind die Hauptquellen des Einkommens von ABBA. Besonders björn ulvaeus und benny andersson und anni frid profitieren von dieser Struktur unterschiedlich: Die beiden Songwriter halten die Urheberrechte an praktisch allen ABBA-Songs, was ihnen einen dauerhaften Einkommensstrom sichert, der unabhängig von Konzerten oder neuen Veröffentlichungen fließt.

Konkret: Im Jahr 2011 betrugen die Tantiemen von ABBA etwa 3 Millionen US-Dollar jährlich. Seit dem Revival durch das Mamma Mia-Musical, die Filme und das Voyage-Projekt sind diese Zahlen deutlich gestiegen. Der ABBA-Katalog wird auf einigen Bewertungsplattformen mit etwa 5,3 Millionen US-Dollar an Jahresroyalties bewertet, das Gesamtkatalokvermögen auf rund 41 Millionen US-Dollar. Compilations wie „ABBA Gold“ spielen dabei eine zentrale Rolle, das Album verkaufte sich 31 Millionen Mal und gehört zu den meistverkauften Compilations aller Zeiten.

Hinzu kommt die Wirkung von Streaming: Klassiker wie Dancing Queen generieren hunderte Millionen von Streams pro Jahr. Jeder Stream bedeutet Tantiemen, kleine Beträge pro Abruf, die sich bei ABBAs globalem Publikum zu erheblichen Summen summieren. Ulvaeus hat allerdings öffentlich darauf hingewiesen, dass Songwriter oft „zuletzt in der Reihe“ stehen, wenn Streaming-Vergütungen verteilt werden, ein Thema, das die Musikindustrie insgesamt beschäftigt.

Das Vermögen der einzelnen ABBA-Mitglieder

Trotz gemeinsamer Marke und geteilter Geschichte haben die vier Mitglieder sehr unterschiedliche Einkommensverläufe, Investmentstrategien und Lebensstile entwickelt. Die Tatsache, dass alle Zahlen auf Medien- und Finanzmagazin-Schätzungen basieren, sollte bei jeder Betrachtung im Hinterkopf behalten werden. Im Laufe der Jahre haben sich diese Schätzungen mehrfach verändert.

Björn Ulvaeus: Songwriter, Unternehmer und Multimillionär

Das geschätzte Vermögen von björn ulvaeus liegt im Bereich von 250 bis 300 Millionen Euro (bzw. rund 300 Millionen US-Dollar nach einigen Quellen). Diese beeindruckende Summe erklärt sich durch seine zentrale Rolle als einer der beiden Hauptsongwriter. Jeder Radio-Einsatz, jeder Streaming-Abruf, jede Aufführung im Musical, an all dem verdient Ulvaeus als Textautor und Komponist mit.

Neben den reinen Musikeinnahmen hat Ulvaeus sein Vermögen durch kluge Investments diversifiziert. Er ist an Projekten wie dem ABBA-Museum in Stockholm und dem ABBA Voyage-Konzept in London beteiligt. Immobilien in Schweden und internationale Firmenbeteiligungen ergänzen sein Portfolio. Als kultureller Unternehmer hat er sich auch für Themen wie digitale Transparenz bei Musikrechten und bargeldloses Bezahlen engagiert.

Seine Philosophie zum Thema Reichtum ist bemerkenswert nüchtern: Geld sei ein Mittel für kreative Freiheit, nicht mehr. Diese Haltung spiegelt sich in seiner Arbeit wider, er investiert in Projekte, die ihn künstlerisch interessieren, nicht in solche, die den höchsten Gewinn versprechen.

Agnetha Fältskog: Die Stimme der Balladen und ihr Vermögen

agnetha fältskog wird in den meisten Medienberichten mit einem geschätzten Vermögen im Bereich von 50 bis 80 Millionen Euro genannt, wobei einige internationale Quellen deutlich höhere Zahlen ansetzen, bis hin zu rund 200 Millionen US-Dollar. Die Diskrepanz erklärt sich teilweise durch unterschiedliche Bewertungsmethoden und die Frage, wie Anteile an der ABBA-Marke eingerechnet werden.

Agnetha war bereits vor ABBA ein Star in Schweden, mit erfolgreichen Solo-Singles als Teenager. Nach der Pause der Band verfolgte sie eine wechselhafte Solokarriere. Ihr Album „A“ aus dem Jahr 2013 wurde in Deutschland und Skandinavien beachtet und zeigte, dass ihr Name nach Jahrzehnten immer noch Platten verkaufen konnte. In Sachen Öffentlichkeit hat sich Agnetha jedoch weitgehend zurückgezogen. Sie lebt auf der Insel Helgö in Schweden, ein Rückzugsort, der ihre Prioritäten verdeutlicht: ein ruhiges Leben abseits des Rampenlichts, trotz eines Vermögens, das jeden Luxus ermöglichen würde.

Anni-Frid Lyngstad (Frida): Prinzessin, Investorin und Erbin

Anni-Frid Lyngstad wird oft als reichstes Mitglied von ABBA geschätzt, mit einem Vermögen zwischen 190 und rund 300 Millionen Euro. Der Grund für diese Sonderstellung liegt nicht nur in den ABBA-Einnahmen, sondern auch in einer bedeutenden Erbschaft.

Frida heiratete 1992 den deutschen Adligen Prinz Heinrich Ruzzo Reuss von Plauen. Nach dessen Tod 1999 erbte sie ein beträchtliches Vermögen, Medienberichte sprechen von umgerechnet etwa 104 Millionen US-Dollar. Diese Erbschaft, kombiniert mit ihren ABBA-Tantiemen und eigenen Investments, machte sie zur wohlhabendsten der vier Bandmitglieder. Ihre Wohnorte spiegeln diesen Reichtum wider: Frida lebt zurückgezogen in Zermatt in der Schweiz und auf Mallorca, investiert in Immobilien und hält diverse Beteiligungen.

Ihre Solokarriere, mit Alben wie „Something’s Going On“, brachte zusätzliche Einnahmen, auch wenn sie kommerziell nicht an die ABBA-Erfolge heranreichte. In den vergangenen Jahren hat sich anni frid verstärkt für Umwelt- und Kulturprojekte engagiert, eine Verwendung ihres Vermögens, die über den persönlichen Konsum weit hinausgeht.

Benny Andersson: Komponist, Produzent und Theatererfolge

benny andersson und anni frid lyngstad waren einst ein Paar, doch in finanzieller Hinsicht hat Andersson seinen eigenen, deutlich verschiedenen Weg eingeschlagen. Sein geschätztes Vermögen liegt im Bereich von 200 bis 230 Millionen US-Dollar (umgerechnet etwa 185 bis 215 Millionen Euro). Als zweiter Hauptkomponist neben Ulvaeus profitiert er ebenfalls stark von den Katalogrechten.

Was Andersson von anderen Musikern seiner Generation unterscheidet, ist seine kreative Rastlosigkeit. Nach ABBA gründete er die Benny Andersson Orkester, schrieb Musik für Film und Theater und war maßgeblich an der Entstehung des Musicals „Chess“ beteiligt. Diese Projekte generierten nicht nur künstlerische Anerkennung, sondern auch zusätzliche Einnahmen, die sein Vermögen diversifizierten. Beteiligungen an Labels, Studios und Kulturprojekten in Schweden ergänzen sein finanzielles Profil.

Verglichen mit Ulvaeus sind Anderssons unternehmerische Aktivitäten außerhalb der Musik weniger prominent dokumentiert, was erklärt, warum einige Quellen sein Nettovermögen etwas niedriger ansetzen als das seines Songwriting-Partners.

Ein Vintage-Plattenspieler steht auf einem Holztisch, während eine Schallplatte darauf liegt und warmes Licht im Hintergrund die Szene beleuchtet. Diese nostalgische Atmosphäre erinnert an die Musik der Kultband ABBA und ihre unvergesslichen Hits.

„Mamma Mia!“ und mehr: Wie Musicals und Filme das ABBA-Vermögen vergolden

Aus einer Sammlung von Pop-Songs entstand eines der erfolgreichsten Entertainment-Franchises der Welt. Das Musical Mamma Mia! feierte 1999 in London Premiere und wurde seitdem in über 150 Städten auf der ganzen Welt aufgeführt, gesehen von mehr als 60 Millionen Menschen. Die Musicalverfilmung und ihre Fortsetzung sorgten für zusätzlichen Geldregen.

Die zwei Kinofilme und das Musical Mamma Mia! sind globale Kassenschlager: Der erste Film „Mamma Mia!“ wurde 2008 veröffentlicht und erzielte weltweite Kinokasseinnahmen von rund 600 Millionen US-Dollar. Die Verfilmung „Mamma Mia! Here We Go Again“ aus dem Jahr 2018 kam auf knapp 400 Millionen US-Dollar. Zusammen generierten die beiden Filme also fast eine Milliarde Dollar, eine Zahl, die die ursprünglichen Platteneinnahmen in den Schatten stellt.

Das Mamma Mia!-Franchise hat erhebliche Lizenzeinnahmen generiert, die direkt an die Rechteinhaber fließen. ABBA verdient über Lizenzgebühren und Produzentenbeteiligungen nachhaltig an jeder Aufführung des Musicals, jeder Filmausstrahlung und jedem Soundtrack-Verkauf. Universal Music als Vertriebspartner spielt dabei eine wichtige Seite in der globalen Vermarktung. Für die Fans bedeuten diese Produktionen etwas Besonderes: Sie halten die Liebe zur Musik am Leben und führen neue Menschen an den ABBA-Katalog heran.

ABBA Voyage und das digitale Comeback

Das jüngste Großprojekt ist ABBA Voyage, ein technologisch revolutionäres Konzertformat in der eigens errichteten ABBA Arena in London. Digitale Avatare, sogenannte „ABBAtare“, stellen die Bandmitglieder in ihrer 70er-Jahre-Phase dar und performen vor einem Live-Publikum mit einer Live-Band. Was wie Science-Fiction klingt, ist wirtschaftlich hochgradig real.

Die ABBA-Voyage-Show in London ist eine lukrative Einnahmequelle: Im Jahr 2023 überschritt der Umsatz £100 Millionen (etwa 120 Millionen Euro) bei über 1,09 Millionen Besuchern. Das Projekt befeuert nicht nur den direkten Ticketverkauf, sondern stärkt auch das Image der Marke ABBA, steigert die Backkatalog-Verkäufe und treibt die Streaming-Zahlen nach oben. Es zeigt, dass Nostalgie und Technologie zusammen neue Einnahmequellen erschließen können, die vor zwanzig Jahren undenkbar waren.

Die futuristische Konzertbühne ist von bunten Lichteffekten umgeben und zeigt ein begeistertes Publikum in einer modernen Arena, das die Musik der Kultband ABBA feiert. Die Atmosphäre ist voller Energie und Freude, während die Mitglieder der Band ihre Hits wie "Dancing Queen" und "Money, Money, Money" zum Besten geben.

Geld-Angebote und Prinzipien: Warum ABBA eine Milliarde für 100 Konzerte ablehnte

Im Jahr 2000 wurde ABBA ein Angebot unterbreitet, das die meisten Musiker ohne Zögern angenommen hätten: 1 Milliarde US-Dollar für eine Reunion-Tour mit rund 100 Konzerten. Die Summe hätte jeden der vier Musiker um mehrere hundert Millionen reicher gemacht.

Björn Ulvaeus und Benny Andersson lehnten ab. Die Begründung war so pragmatisch wie aufschlussreich: Zu viel Arbeit, zu viel Stress, zu wenig Vereinbarkeit mit ihrem Leben. Eine solche Tour hätte Monate intensiver Proben, Reisen und öffentlicher Auftritte bedeutet, etwas, das nach Jahren der Pause keinem der Mitglieder mehr entsprach. Diese Entscheidung zeigt, dass für ABBA Lebensqualität, Familie und künstlerische Integrität schwerer wiegen als maximaler Reichtum. Nicht jedes Angebot passt zur eigenen Seite des Lebens, und das Glück liegt manchmal darin, Nein zu sagen.

Eheverträge, Scheidungen und Vermögensschutz

Die Geschichte von ABBA ist untrennbar mit den persönlichen Beziehungen der Mitglieder verknüpft. Die Ehen von Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus endeten 1980, mitten in der aktivsten Phase der Band. Die Ehe von Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad wurde 1981 geschieden. Die Trennung war laut Björn Ulvaeus einvernehmlich, und beide Paare schafften es, die geschäftliche Zusammenarbeit professionell fortzusetzen. ABBA trennte sich offiziell im Jahr 1982, doch die Band löste sich nie formal auf, sie ging in eine Pause, die fast vier Jahrzehnte dauern sollte.

Björn Ulvaeus heiratete Jahre später die Musikjournalistin Lena Källersjö, mit der er über drei Jahrzehnte zusammen war. Seine dritte Ehe schloss er 2022 in Kopenhagen mit Christina Sas. Moderne Eheverträge, wie sie bei Personen mit beträchtlichem Vermögen üblich sind, trennen private und geschäftliche Besitztümer klar voneinander. Dass trotz privater Umbrüche das gemeinsame ABBA-Vermögen intakt blieb und sogar weiter wuchs, spricht für die geschäftliche Reife aller Beteiligten. Die Frage, ob Scheidungen das Vermögen von ABBA gefährdet hätten, lässt sich rückblickend mit einem klaren Nein beantworten.

Zwischen Glamour und Normalität: Was die ABBA-Mitglieder mit ihrem Vermögen machen

Wer erwartet, dass vier Menschen mit einem kombinierten Vermögen von fast einer Milliarde Euro ein Leben voller Yachten und Privatjets führen, wird bei ABBA überrascht. Die Mischung aus Luxus und auffallend bodenständigem Alltag ist ein Markenzeichen dieser Gruppe.

Anni-Frid lebt zwischen Zermatt und Mallorca, komfortabel, aber fernab der typischen Promi-Szene. Agnetha hat sich auf die Insel Helgö zurückgezogen, wo sie ein ruhiges Leben führt, das die meisten Menschen als unspektakulär beschreiben würden. Ulvaeus und Andersson agieren als kulturelle Unternehmer in Schweden, investieren in Museen, Bildungsprojekte und kreative Initiativen. Keiner der vier inszeniert seinen Reichtum in der Öffentlichkeit, ein Kontrast zu vielen anderen Stars ihrer Generation.

Engagements für Kultur, Bildung und Wohltätigkeit ziehen sich durch die Biografien aller vier Mitglieder. Geld dient hier als Ressource für Projekte, die einen Beitrag zur Gesellschaft leisten, nicht als Instrument zur Selbstinszenierung. Für eine Zeitung oder ein Foto auf einem roten Teppich sind die ABBA-Mitglieder heute selten zu haben.

Geld als Mittel zum Zweck, nicht als Lebenssinn

Die Haltung aller vier Bandmitglieder lässt sich auf einen Nenner bringen: Geld ermöglicht Freiheit und Kreativität, ersetzt aber keine Beziehungen oder künstlerische Erfüllung. Das Comeback 2021 mit dem Album „Voyage“ und neuen Songs wie „I Still Have Faith In You“ und „Don’t Shut Me Down“ (mit der Zeile „Don’t Shut Me Down“) entstand nicht aus finanzieller Notwendigkeit, sondern aus einem gemeinsamen künstlerischen Wunsch. Beide Frauen und beide Männer der Gruppe stimmten zu, weil der kreative Moment stimmte, nicht weil der Kontostand es verlangte.

ABBA bleiben ein finanziell extrem erfolgreiches Popphänomen, das in der Welt der Musik seinesgleichen sucht. Über 400 Millionen verkaufte Tonträger, Milliarden-Umsätze durch Musicals und Filme, ein digitales Konzertformat, das Maßstäbe setzt, und ein Katalog, dessen Inhalt Generationen von Fans verbindet. Doch der bleibende Wert dieser Band liegt nicht im Kontostand. Er liegt in Melodien, die Menschen auf der ganzen Welt zum Lächeln bringen, in Momenten, die kein Grund zum Rechnen sind, sondern zum Mitsingen.

Dieser Artikel wurde mit Blogie erstellt.

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